Kümmel

Carum carvi

Der Name kommt vom ursprünglichen Cuminum welches auf bereits vor vielen Jahrhunderten bekanntes Gewächs im römischen Imperium zurückgeht.

Kümmel

Botanik und Herkunft des Kümmel

Bereits seit der Steinzeit wird der Kümmel verwendet, was Funde aus dieser Zeit zweifelsfrei belegen. Der echte Kümmel ist eine krautige, zweijährige Pflanze, die ca. 60 bis 80 cm hoch wächst und zur Familie der Doldenblütler gehört.

Inhaltsstoffe und heilsame Wirkung

Im Samen der Pflanze, der auch als Gewürz genutzt wird, sind ätherische Öle enthalten. Besonders das enthaltene Öl Carvon regt die Verdauung und damit auch die Säurebildung im Magen an. Bereits der Geruch des Inhaltsstoffs hat verdauungsfördernde Wirkung.

Anwendungsgebiete

Kümmel entfaltet insbesondere bei der Behandlung von Darmerkrankungen seine positive Wirkung. Nichtselten wird er bei Reizdarm-Erkrankungen eingesetzt und hat sich hierbei bewährt.

Heilpflanzen-Steckbrief

  • Verwendete Pflanzenteile:
    • Samen
  • Nachgewiesene Inhaltsstoffe:
    • Alpha-Pinen, Asparagin, ätherische Öle, Bitterstoffe, Beta-Amyrin, Campesterol, Cycloartenol, Dithymoquionon, Gerbstoffe, Harz, Isochinolinalkaloide, Linolensäure, Linolsäure, Myristinsäure, Nigellidin, p-Cymen, Palmitolsäure, Saponine, Sterole, Thymochinon, Triterpensaponine
  • heilsame Wirkung:
    • anregend, antibakteriell, antimykotisch, antiseptisch,
      blutdrucksenkend, blutzuckersenkend, entzündungshemmend, entblähend, galletreibend, harntreibend, menstruationsfördernd, muttermilchsekretionsfördernd, schweißtreibend, verdauungsfördernd, wurmtötend,
  • weitere Anwendungsbereiche:
    • Akne, Allergien, Asthma, Blähungen, Bronchitis, Diarrhöe, Durchfall, Ekzeme, Gallensteine, Gelbsucht, Immunschwäche, Insekten, Keuchhusten, Koliken, Krämpfe, Lungenerkrankungen, Magenbeschwerden, Magenschmerzen, Neurodermitis, Parasiten, Pilzinfektionen, Hautpilz, Schuppenflechte, Tumore, Verdauungsbeschwerden, Würmer

Zubereitung und Rezepte mit Kümmel

Rezepte mit Kümmel gibt es viele. Insbesondere zur Anwendung sind die folgenden Rezepte zu empfehlen:

  • Tee – Einen Esslöffel Samen mit dem Mörser zerkleinern und im Tee-Ei mit einem viertel Liter nicht mehr kochendem Wasser aufgießen. Mindestens 10 Minuten ziehen lassen. Der Tee hilft gegen vielerlei Erkältungen und Beschwerden jedoch insbesondere bei Blähungen und Darmbeschwerden. Traditionell kann auch ein Tee aus den aufgekochten Samen hergestellt werden. Auch für Kleinkinder wird häufig diese Form der pflanzlichen Entblähung gewählt.
  • Öl – Die Herstellung des Öls im Kaltpressverfahren ist unwahrscheinlich Aufwändig und benötigt eine große Menge an frischen Samen. In der Apotheke kann das Öl auch fertig gekauft werden und wirkt beispielsweise in geringer Anwendung bei trockenen oder fetten Hautstellen. Alternativ kann man sich auch einen Ölauszug aus den gemörserten Samen herstellen, wobei dieser nicht ganz so effizient ist wie das vollständige Öl.

Weiterführende Informationen und Literatur

Detailliertere Informationen zum Kümmel und Quellenangaben:

Wikipedia

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