Hopfen

Humulus lupulus

Die Beruhigende Wirkung der Inhaltsstoffe des Hopfenzapfens sind nicht nur Bierliebhabern bekannt. Durch die vergleichsweise enge Verwandtschaft mit anderen Hanfgewächsen, können Wirkparallelen gezogen werden.

Hopfen

Botanik und Herkunft

Hopfen ist verwandt mit der Cannabispflanze und gehört zur Familie der Hanfgewächse. Bis zu sechs Meter hoch kann die Kletterpflanze wachsen, die auch in Deutschland häufig für die Herstellung von Bier angebaut wird. Ihre tief dunkelgrünen, langstieligen Blätter bestehen aus bis zu fünf Lappen. Die Blätter sind mit kleinen gelben Drüsen besetzt. Die Frucht hat die Form eines Hopfenzapfens. Im Regelfall wird im Spätsommer der Hopfen geerntet.

Inhaltsstoffe und heilsame Wirkung

Die Entdeckung der beruhigenden Wirkung des Hopfens wird Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert nachgesagt. Der Wirkstoff wird aus den Zapfen der weiblichen Blüten gewonnen. In ihrem Harz enthalten Sie die Gerbstoffe Humulon und Lupulon. In Kombination mit Phenolsäuren, Flavonoiden und ätherisches Öl  bewirken diese Stoffe, dass Hopfen beruhigt und den Schlaf fördert. Darüber hinaus hat Hopfen eine appetitanregende Wirkung.

Anwendungsgebiete

Hopfen findet seit vielen Jahren Anwendung in der Schlafförderung und bei der Bekämpfung von Angstzuständen und Einschlafstörungen. Besonders in Kombination mit Baldrian wird die Wirkung auch von Wissenschaftlern als sehr zuverlässig beschrieben. Darüber hinaus kommt eine Appetitanregende Wirkung durch den Hopfen zustande ebenso wie östrogenähnliche Wirkung.