Holunder

Sambucus nigra

Der Schwarze Holunder ist in Mittel- und Südosteuropa ein weit verbreitetes Heilmittel, Lebensmittel und Farbstoff für Kleidung.

Holunder

 

Botanik und Herkunft

Der schwarze Holunder ähnelt dem Zwergholunder sehr, hat jedoch kürzere, ovalere Blätter weiße Blüten anstatt den rötlichen Blüten des Zweigholunders.  Die Pflanze ist in Mitteleuropa besonders verbreitet und einer der am häufigsten vorkommenden Büsche in der Region.

Inhaltsstoffe und heilsame Wirkung

Holundersaft, Holunderbeeren, sowie Tees aus Rinde und Blütenständen sind etablierte und althergebrachte Hausmittel gegen diverse Erkrankungen. Insbesondere bei Erkältung, Erkrankungen der Harnwege oder bei Stärkung von Herz und Kreislauf finden die Erzeugnisse aus der Heilpflanze auch heute noch Anwendung. Für die Wirkung relevant sind die Inhaltsstoffe ätherische Öle, Vitamin C, Vitamin B und diverse Fruchtsäuren. Besonders in den Blüten sind farbgebende Anthocyanidine wie Glycoside Sambucin, Sambicyanin, Chrysanthemin enthalten. Diese Antioxidansien schützen nicht nur die Zellmembranen vor Veränderungen sondern führen durch freie Radikale zu einer Verlangsamung des Alterungsprozesses.

Auch entzündungshemmende, fiebersenkende  und dadurch schmerzlindernde Effekte sollen die Inhaltsstoffe haben. Kaum eine Pflanze ist in Studien so gut erforscht wie die diversen Wirkweisen der Inhaltsstoffe des Holunders.

Er ist bekannt für seine schweißtreibende und auch schleimlösende Wirkung. Auch bei Magenbeschwerden und rheumatischen Erkrankungen wird der Holunder als wirksam angesehen. Darüber hinaus hat man festgestellt, dass einige Inhaltsstoffe Ähnlichkeiten mit Insulin haben.

Anwendungsgebiete

Holunderbeeren werden im September gesammelt und zeitnah weiterverarbeitet. Die hingegen im Frühjahr bis Sommer gesammelten Blüten ergeben einen Tee der bei Erkältungen hilft.  Für diesen Tee nimmt man circa einen Eßlöffel Blüten. Mit einem viertel Liter heißem Wasser übergossen und zehn Minuten ziehen gelassen soll der Tee wahre Wunder vollbringen.

Heilpflanzen-Steckbrief

  • Verwendete Pflanzenteile:
    • Beeren und Blüten
  • Nachgewiesene Inhaltsstoffe:
    • ätherische Öle, Vitamin C, Vitamin B, Fruchtsäuren, Anthocyanidine, Glycoside Sambucin, Sambicyanin, Chrysanthemin
  • heilsame Wirkung:
    • entzündungshemmend, fiebersenkend, schmerzlindernd, schweißtreibend, schleimlösend
  • Hauptanwendung: Erkältungen, Harnwegserkrankungen
  • weitere Anwendungsbereiche:
    • Blasenprobleme, Erkältung, Harnwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magenbeschwerden, Nierenleiden, Rheuma,

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