Goldrute

Solidago virgaurea

Die heilende Kraft der gewöhnlichen Goldrute kommt vor allem dem Organsystem der Harnwege zugute. Insbesondere Nierenleiden. Im Vergleich zu anderen Heilpflanzen wurde die Heilwirkung der Goldrute erst relativ spät entdeckt. Im 16. Jahrhundert wird sie zum ersten Mal von Botanikern erwähnt. In dieser Zeit kam die Goldrute vor allem als Wundpflanze bei inneren und äußeren Verletzungen zur Anwendung.

Europäische_Goldrute

Botanik und Herkunft der Goldrute

Gewöhnliche Goldrute gehört zu den Korbblütlern. Enge Verwandte sind z.B. die Ringelblume und Arnika, die ebenfalls um deren Heilwirkung bekannt sind. Zwischen 10 Zentimeter und einem Meter kann die in Eurasien beheimatete Pflanze hoch werden. Im Regelfall jedoch knapp unter einem halben Meter. Sie bevorzugt eher trockene, nährstoffarme Böden. Teilblütenstände in Körbchenform stehen in endständigen, allseitswendigen, schwach verzweigten rispenartigen bzw. zusammengesetzten traubenförmigen Blütenständen zusammen. Die Blütenstände der gewöhnlichen Goldrute sind deutlich lockerer, als bei den anderen europäischen Goldruten-Arten. Die Frucht ist drei bis vier Millimeter groß und zeichnet sich durch  einen Haarkranz (Pappus) auf.

Inhaltsstoffe und heilsame Wirkung

Bei der Heilanwendung findet die gesamte Goldrute Beachtung. In der Wurzel, wie auch im Kraut befinden sich wirksame Inhaltsstoffe. Neben Flavonoiden, Saponinen, Gerbstoffen und ätherischem Öl, sind es vor allem die Phenylglykoside, die die Goldrute als Heilpflanze so wertvoll machen. Die Vielzahl der enthaltenen Wirkstoffe wirken kräftig diuretisch (harntreibend), entzündungshemmend und antibakteriell.  Auch leicht krampflösende Effekte auf die Muskulatur der Blase sind nachgewiesen.

Anwendungsgebiete

Aufgrund der vielseitigen, positiven Wirkung auf die Harnwege, Nieren und Blase, wird die Gewöhnliche Goldrute bei diversen Erkrankungen in diesen Körperrregionen eingesetzt. Aufgrund ihrer diuretischen Wirkung insbesondere zur Durchspülung bei entzündlichen Harnwegsinfekten und bei der Langzeitbehandlung von wiederkehrenden Blasenentzündungen.

Heilpflanzen-Steckbrief

  • Verwendete Pflanzenteile:
    • blühendes Kraut
  • Nachgewiesene Inhaltsstoffe:
    • Saponin, Inulin, Gerbstoffe, ätherische Öle, Bitterstoffe
  • heilsame Wirkung:
    • adstringierend, harntreibend, blutreinigend, entzündungshemmend,
  • weitere Anwendungsbereiche:
    • Blasenentzündungen, Blähungen, Darmentzündung, Diabetes,
      Durchfall, Harnwegserkrankungen, Insektenstiche, Nierensteine,  Nierenleiden, Rheuma, Ödeme,  Wundheilung, Wassersucht

Zubereitung und Rezepte mit Goldrute

Rezepte mit Goldrute gibt es viele. Insbesondere zur Anwendung sind die folgenden Rezepte zu empfehlen:

Weiterführende Informationen und Literatur

Detailliertere Informationen zur Goldrute und Quellenangaben:

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