Efeu

Hedera helix

Efeu ist bei uns weit verbreitet und kommt sprichwörtlich in fast jedem zweiten Garten vor. Seine Bedeutung in der Phytomedizin ist jedoch in der Allgemeinheit heute kaum bekannt.

Efeu

Botanik und Herkunft des Efeu

Efeu gehört zur Familie der Araliengewächse und wurde zur Heilpflanze des Jahres 2010 in Deutschland gekürt. Die hohe Anpassungsfähigkeit und Variabilität des Efeu haben ihn in vielen Gebieten heimisch werden lassen. Er ist in nahezu ganz Europa anzutreffen und kann bis in die Erdgeschichtliche Zeit des Tertiärs vor ca. 2,6 Millionen Jahren nachgewiesen werden.

Inhaltsstoffe und heilsame Wirkung

Sämtliche Pflanzenteile des Efeu sind giftig. Die giftigen Inhaltsstoffe α-Hederin (Triterpensaponin) und Hederasaponin C  sowie Falcarinol können bereits bei geringer Einnahme von Pflanzenteilen zu einer Vergiftung mit Schock und Atemstillstand führen. Ein aus Efeu gekochter Tee galt früher aufgrund der toxischen Wirkung als gängiges Abtreibungsmittel. Schwangere sollten unbedingt auf die Nutzung von Efeu als Heilpflanze verzichten. In niederen Dosen wird der Pflanze eine heilsame Wirkung auf die Bronchien nachgesagt, die auf den Anteil an Saponinen zurückgeführt wird.

Anwendungsgebiete

Durch seine toxischen Eigenschaften hemmt die Pflanze auch das Wachstum von krankheitserregenden Mikroorganismen. Als Heilmittel gegen Husten, Keuchhusten und Bronchitis ist Efeu heute auch Bestandteil einiger Phytomedizinischer Präparate außerhalb der Hausapotheke.

Heilpflanzen-Steckbrief

  • Verwendete Pflanzenteile:
    • Blätter, Blüten (manchmal)
  • Nachgewiesene Inhaltsstoffe:
    • Falcarinol, Hederin, Helixin, Saponine
  • heilsame Wirkung:
    • fiebersenkend, schweißtreibend,
  • Hauptanwendung: Husten, Keuchhusten und Bronchitis
  • weitere Anwendungsbereiche:
    • Geschwüre, Gicht, Keuchhusten, Menstruationsregelnd, Rheuma, Schmerzen, Wunden, Zellulitis

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