Dost

Origanum vulgare

Dost – bei uns üblicherweise als Oregano bezeichnet – ist kaum mehr aus unserer Kultur wegzudenken. Auch wenn die Pflanze unter Ihrem Namen den unsere Großeltern noch gut kannten kaum mehr bekannt ist.

Dost

Botanik und Herkunft

Die Herkunft der Pflanze ist nach wie vor strittig, da man zwar eine Herkunft des Wortes „Oregano“ auf das Altgriechische nachweisen kann, die Herleitung aus ὄρος „Berg, Gebirge“ und γάνος „Glanz; Erfrischung“ jedoch von Wissenschaftlern weitestgehend abgelegt wird. Die Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler und ist darüber hinaus noch unter dem Namen Wilder Majoran. Die Pflanze findet man an warmen Orten mittlerweile auch in unseren Breiten. Sie bevorzugt trockene Böden und ist in lochen Wäldern ebenso zu finden wie an sonnigen Hängen.

Inhaltsstoffe und heilsame Wirkung

Dost enthält eine Menge Bitterstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle. Insbesondere das aus der Pflanze gewonnene Öl enthält einen hohen Anteil an Phänomen und wirkt daher ungemein antibakteriell. Bei der Behandlung von Darmerkrankungen, der Geburtsbeschleunigung und Hämorriden konnte wohl bereits Hippokrates mit dieser Pflanze Erfolge verzeichnen wobei heute eher die heilsame Wirkung der ätherischen Öle auf die oberen Atemwege sowie die Verdauungsanregung im Mittelpunkt stehen.

Anwendungsgebiete

Oregano galt schon früh als Heilmittel gegen Krämpfe, Ohrensausen, Erkrankungen der Luftwege und des Darms. Ein aus dem Kraut der Pflanze hergestellter Tee wirkt sich positiv auf die Verdauung aus. Auch die Verabreichung in Tropfenform ist bekannt, wobei darauf geachtet werden sollte, das Öl der Pflanze mit einem weiteren Öl zu verdünnen um es bekömmlicher zu machen.

Heilpflanzen-Steckbrief

  • Verwendete Pflanzenteile:
    • Blühendes Kraut, Blätter
  • Nachgewiesene Inhaltsstoffe:
    • Ätherische Öle, Bitterstoffe, Carvacrol, Gerbstoffe, Thymol
  • heilsame Wirkung:
    • antibakteriell, appetitanregend, entblähend, hustenlösend, krampflösend, schleimlösend, verdauungsfördernd
  • Hauptanwendung: Appetitlosigkeit, Husten, Blähungen
  • weitere Anwendungsbereiche:
    • Krampfhusten, Keuchhusten, Menstruationsbeschwerden, Entzündungen in Mund- und Rachenraum, Rachenentzündungen, Cellulitis, Ekzeme, Psoriasis, Verdauungsstörungen

Zubereitung und Rezepte mit Dost

Rezepte mit Dost gibt es viele. Insbesondere zur Anwendung sind die folgenden Rezepte zu empfehlen:

Weiterführende Informationen und Literatur

Detailliertere Informationen zum Dost und Quellenangaben:

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