Brennnessel

Urtica Dioica

Die Brennnessel war eine der wichtigsten Heil-und Nutzpflanzen unserer Vorfahren.

Brennnessel

Botanik und Herkunft der Brennnessel

Besonders als Faserpflanze wurde die Brennnessel die zur Familie der Brennnesselgewächse gehört, früher eingesetzt. Sie wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht eine Höhe je nach Art zwischen 10 und 300 Zentimetern. Bevor die Baumwolle eingeführt wurde, war Nesseltuch ein verbreitetes Gut. Die Brennnessel ist nahezu über den gesamten Globus verteilt und kommt meist in Nähe von Ansiedlungen vor. Auch früher wurde die Pflanze bereits als Nahrungsmittel in Jahren mit schlechten Ernteerträgen eingesetzt und sowohl in spinatähnlicher Form wie auch in Suppen oder Kuchen verarbeitet.

Inhaltsstoffe und heilsame Wirkung

Die heilsame Wirkung wird besonders auf den hohen Gehalt an Flavonoiden, Magnesium, Kalzium und Silizium, sowie Vitamin A und C (mehr als 7x so viel Vitamin C im Vergleich zu einer Orange), zurückgeführt. Darüber hinaus enthält die Brennnessel einen hohen Eisenanteil wie auch etwa 40 % Eiweißanteil in Ihrer Trockenmasse.

Anwendungsgebiete

Saft oder Tee sind die häufigsten Darreichungsformen bei der die Brennnessel zum Einsatz kommt. Insbesondere als blutreinigendes oder bei Wassersucht eingesetztes Mittel ist die Brennnessel bewährt und traditionell eingesetzt.

Heilpflanzen-Steckbrief

  • Verwendete Pflanzenteile:
    • Kraut, Samen, Wurzel
  • Nachgewiesene Inhaltsstoffe:
    • Nesselgift, Vitamine, Mineralien, Eisen, Histamin, Sekretin
  • heilsame Wirkung:
    • appetitanregend, blutreinigend, blutbildend, blutstillend, stoffwechselförndernd, haarwuchsfördernd
  • weitere Anwendungsbereiche:
    • Appetitlosigkeit, Bluthochdruck, Diabetes, Durchfall, Harnwegserkrankungen, Rheumatismus, Schuppen, Verstopfung, Magenschwäche, Nierenschwäche

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