Bärentraube

Arctostaphylos uva-ursi

Die Bärentraube verdankt ihren Namen vermutlich der Tatsache, dass Bären diese Früchte lieben. Die Blätter wirken hingegen antibakteriell und helfen uns Menschen bei unkomplizierter Blasenentzündung.

Bärentraube

Botanik und Herkunft der Bärentraube

Die Bärentraube gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. In Bodennähe breitet sie sich durch weit verzweigte Äste aus, die weißlich-rosarote Blüten tragen. Die roten Beeren, schmecken mehlig und bitter, ähnlich dem nahen Verwandten, der Preiselbeere. Schon im frühen Mittelalter wurde der immergrüne Zwergstrauch in Kräuterbüchern der Britischen Inseln erwähnt. Das Verbreitungsgebiet der Bärentraube liegt vor allem in Kanada, den Alpen und in den südlichen Mittelgebirgen sowie in Nord- und Osteuropa. Man findet die Bärentraube in Moorgebieten, auf Heiden und auch in Nadelwäldern.

Inhaltsstoffe und heilsame Wirkung

Um sich die medizinische Wirkung zu Nutze zu machen, werden meist die getrockneten Blätter der Bärentraube verwendet. Ein kalter Tee mit getrockneten Blättern sollte über Nacht stehen gelassen werden um die Wirkung zu entfalten. Die darin gelösten Wirkstoffe töten die Bakterien ab und verhindern zudem, dass sich die Bakterien in der Schleimhaut festsetzen und vermehren können. Relevant ist insbesondere das enthaltene Arbutin. Der Wirkstoff ist zunächst inaktiv und wird nach seiner Verstoffwechslung erst im inneren des Bakterium durch enzymatische Spaltung in seine aktive Wirkform überführt, welche die Bakterien abtötet. Darüber hinaus stecken reichlich Gerbstoffe und Flavonoide in den Blättern. Diese verhindern, dass sich Bakterien in der Blasenschleimhaut festsetzen und vermehren. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts gibt es Arzneimittel mit den Wirkstoffen der Bärentraube. Diese sollen den unangenehmen Geschmack sowie die nicht immer ideale Wirkstoffkonzentration im Tee optimieren.

Anwendungsgebiete

Die Bärentraube hat antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Sie lindert die Beschwerden bei akuten und entzündlichen Harnwegserkrankungen schnell. Die Regeneration der entzündeten Schleimhaut wird von der Bärentraube gefördert und Sie tötet die Bakterien die für einen Harnwegsinfekt verantwortlich sind effizient ab. Schmerzen beim Wasserlassen werden schnell besser. In einem großen Teil der Fälle kann bei einer unkomplizierten Blasenentzündung mit Hilfe der Bärentaube auf ein Antibiotikum verzichtet werden.

Heilpflanzen-Steckbrief

  • Verwendete Pflanzenteile:
    • Blätter
  • Nachgewiesene Inhaltsstoffe:
    • Glykoside Arbutin und Methylarbutin, Gerbsäure, Gerbstoff, Vitamin C, Alantoin, Flavone, Salizylsäure
  • heilsame Wirkung:
    • adstringierend, antibakteriell, harntreibend, tonisierend
  • weitere Anwendungsbereiche:
    • Bronchitis, Vitamin C Mangel, Blasensteine, Nierenbeckenentzündungen, Nierengries, Bettnässen,
      Gallenbeschwerden, Kopfschmerzen, Ausfluss,

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