Alant

Iluna helenium

Alant hat viele Namen und einen sagenumwobenen Hintergrund. Laut der Sage soll Helena von Troja bei ihrer Entführung geweint haben und an der Stelle an der ihre Tränen den  Boden trafen, soll Alant zu wachsen begonnen haben. Sicherlich eine nette Anekdote für das kraftvolle Gewächs.

Echter_Alant

Botanik und Herkunft des Alant

Der echte Alant gehört zu den Korbblütlern und wird in Mitteleuropa seit vielen Jahren zu medizinischen Zwecken genutzt. In manchen Regionen wächst er auch als Wildpflanze und wird bis zu anderthalb Meter hoch. Seine Heimat hat Alant in Zentralasien, jedoch findet man ihn mittlerweile auch bei uns auf eher feuchten Böden in Gewässernähe oder auf Feuchtwiesen.

Inhaltsstoffe und heilsame Wirkung

Verarbeitet werden beim Alant hauptsächlich die Wurzelteile, die aufgrund ihrer ätherischen Öle, positive Auswirkungen auf die Atemwege haben. Insbesondere bei Husten und Bronchialkatarrhen werden die im Frühjahr und Herbst geernteten Wurzeln weiterverarbeitet.

Anwendungsgebiete

Besonders bei der Behandlung von Husten kommt Alant zum Einsatz. Sowohl in Form eines Tees als auch durch Aufkochen mit Zucker in Form von von Bonbons gebracht wirkt sich Alant positiv auf die Atemwege aus. Auch gegen Krämpfe und Magenprobleme wird die Pflanze empfohlen.

Heilpflanzen-Steckbrief

  • Verwendete Pflanzenteile:
    • Wurzeln und Blätter
  • Nachgewiesene Inhaltsstoffe:
    • Inulin, ätherisches Öl, Alantsäure, Kampfer (Alantkampfer), Helenin, Sesquiterpenlactone, Alantolacton, Harze, Azulen, Pektin, Wachs, Bitterstoff, Triterpene, Polyacetylene, Sterole, Beta-Sitosterol
  • heilsame Wirkung:
    • auswurffördernd, antibakteriell, antimykotisch, antiseptisch, blutreinigend, entzündungshemmend, galletreibend, harntreibend, hustendämpfend, karitativ, krampflösend, leberanrengend, menstruationsregelnd, schleimlösend, schweißtreibend, stoffwechselanregend, verdauungsfördernd, wurmtreibend
  • weitere Anwendungsbereiche:
    • Angina, Appetitlosigkeit, Atemnot, Blähungen, Blutarmut, Brechmittel, Bronchitis, Brustschmerzen, Chronische Bronchitis, Darmentzündung, Durchfall, Ekzeme, Flechten, Gallebeschwerden, Geschwüre, Juckreiz, Hauterkrankungen,
      Hautjucken, Hautunreinheiten, Keuchhusten, Krämpfe, Krätze, Lungenentzündung, Lungenleiden, Magenschwäche,
      Mandelentzündung, Muskelrisse, Muskelzerrungen, Reizhusten, Rippenfellentzündung, Verdauungsbeschwerden,
      Verschleimung, Würmer, Wunden, Zuckerersatzstoff

Zubereitung und Rezepte mit Alant

Rezepte mit Alant gibt es viele. Insbesondere zur Anwendung sind die folgenden Rezepte zu empfehlen:

Weiterführende Informationen und Literatur

Detailliertere Informationen zum Alant und Quellenangaben:

Wikipedia

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