Tee

Zu den ältesten Methoden sich die Wirk- und Inhaltsstoffe von Heilpflanzen zu Nutze zu machen gehört die Zubereitung von Tee. Hierbei unterscheidet man drei verschiedene Zubereitungsarten die jeweils in Verbindung mit Wasser eine Nutzbarkeit der Wirkstoffe ermöglichen.

Heißwasserauszug oder auch Infus ganannt

Die wasserlöslichen Inhaltsstoffe der Heilpflanze werden beim traditionellen Heißwasserauszug auf schonende Weise aus den Pflanzenteilen extrahiert. Insbesondere bei getrockneten Blättern und Blüten mit entsprechenden Inhaltsstoffen oder bei fein zerkleinerten Rinden und Wurzeln wird diese Methode der Wirkstoffextraktion angewendet. Je nach gewünschter Heilwirkung und individueller körperlicher Reaktion auf die unterschiedlichen Stoffe, die bei jeder Person anders ausfallen kann,  können individuelle Kombinationen von Teemischungen zusammengestellt werden.

Der Heißwasserauszug ist am ehesten vergleichbar mit der klassischen Zubereitung von Tee. Im Regelfall nimmt man ein bis Zwei Teelöffel der Pflanzenteile und gibt diese mit einem viertel Liter heißen, nicht mehr kochenden Wassers in ein Gefäß. Den Aufguss sollte man für mindestens 8 bis 10 Minuten ziehen lassen damit die Wirkstoffe ins Wasser diffundieren können. Im Anschluss kann der Tee (im Idealfall warm) getrunken werden.

Kaltwasserauszug oder auch Mazerat genannt

Eher selten kommt der Kaltwasserauszug zur Anwendung. Das hängt damit zusammen, dass die Lösung von Inhaltsstoffen aus Pflanzenteilen hierbei nur für sehr hitzeempfindliche Heilkräuter geeignet ist. Auch kann es sein, dass man auf einen Auszug über Hitze verzichtet um die Diffusion von nicht erwünschten Stoffen ins Wasser zu vermeiden. Hierzu gehören teilweise Gerbstoffe oder toxische Stoffe.

Für diese schonende Methode benötigt es ungleich mehr Zeit, die von der Lösbarkeit der Stoffe in der Pflanze und von der Beschaffenheit der Pflanzenteile abhängt. Einen viertel Liter Wasser gemeinsam mit den Pflanzenteilen läst man so im Regelfall zwischen drei und acht Stunden stehen und rührt ab und zu um.

Bei der traditionellen Gewinnung von Rosenwasser ist diese Methode sehr gebräuchlich.

Abkochung oder auch Dekokt genannt

In den hartnäckigen Fällen löst sich der gewünschte Wirkstoff nur unter starker Erhitzung aus den Pflanzenteilen. Sehr schwer ist das beispielsweise bei Hölzern, Wurzeln oder Rinden. Durch Abkochen der Bestandteile kann man das Wasser zu einem hohen Grad mit Inhaltsstoffen anreichern.

Pflanzenteile und Wasser (etwas mehr als ein viertel Liter) bringt man in einem Topf zusammen. Der Topf sollte unbedingt mit einem Deckel geschlossen sein, um ein Verdunsten des Wassers oder der Inhaltsstoffe zu verhindern.

 

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