Ölauszug

Heilkräuter und Pflanzen enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe, die positiv auf unseren Organismus wirken. Enthalten sind die wirkungsvollen Stoffe in den unterschiedlichsten Pflanzenteilen der Heilpflanzen. Stengel und Blätter; die auch oft Kraut genannt werden, Blüte, Frucht oder gar in den Samen oder der Wurzel. Um an die fett- oder alkohollöslichen, phytomedizinischen Wirkstoffe zu gelangen, versucht man diese aus den Pflanzenteilen zu lösen. Das geht neben Tinkturen oder Tees auch mit einem Ölauszug.

Ölauszug

Die Kunst liegt darin, die wertvollen Inhaltsstoffe wie z.B. ätherische Öle, sekundäre Pflanzenstoffe und fettlösliche Vitamine möglichst gut aus der Pflanze zu gewinnen und dabei eventuelle Schadstoffe zurückzulassen. Nachdem man die Wirk- und Inhaltsstoffe aus der Pflanze gewonnen hat, werden diese häufig in Cremes und Salben verwendet.

Man kann beispielsweise einen Johanniskraut-Ölauszug vornehmen, bei welchem man die getrockneten Blätter verwendet.   Um selbst einen Ölauszug herstellen, ist ein wenig Geduld gefragt, denn das gesamte Zubereitungsprozess dauert mehrere Wochen. Man kennt das üblicherweise auch von Speiseölen, bei welchen das Knoblauch-Öl oder Chilli-Öl die wohl gängigsten Varianten eines guten Olivenöls sind. Um einen Ölauszug vorzunehmen sollte man folgendes beachten:

  • Ansetzen von getrockneten Heilpflanzenteilen mit Öl (beispielsweise Oliven- oder Sonnenblumenöl) im Verhältnis 1:3 (Kräuter : ÖL) in einem Weck-Glas oder anderen gängigen, luftdichten Gefäß.
  • Bei Zimmertemperatur an einem hellen Ort mindestens drei Wochen lang stehen lassen. Zwischendurch umrühren oder das Glas schwenken.
  • Zu guter Letzt die Flüssigkeit durch einen Filter (beispielsweise Kaffeefilter) oder Sieb abseihen und daraufhin das Öl in einer untransparenten Flasche auffangen. Luftdicht verschlossen, sowie dunkel und kühl aufbewahrt hält sich ein solcher Ölauszug bis zu einem Jahr. Entscheidend für die Qualität des Auszugs ist auch die Qualität des Öls.

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