9 Pflanzen in Medikamenten

Die Phytomedizin, Synonym für die Pflanzenmedizin und die Heilkunde um pflanzliche Stoffe, wie sie auch heute in Präparaten der Pharmaindustrie verwendet werden, ist wieder stärker auf dem Vormarsch. Pflanzliche Inhaltsstoffe und Wirkstoffe aus Pflanzenteilen finden nicht nur wieder mehr Anwendung in der Hausapotheke, sondern auch die Hersteller von Präparaten mit Pflanzenbestandteilen verzeichnen positive Entwicklungen.

Doch sind denn die ehemaligen Hausmittel auch heute noch Basis für eine medikamentöse Therapie? Darauf ein klares Jein!

Auch heute noch erforschen einige kundige Wissenschaftler die Wirkstoffe der aus dem Altertum überlieferten Heilkräuter und Heilpflanzen um daraus für heutige Medikamente wichtige Zusammenhänge zu erschließen oder Wirkstoffe isolieren zu können. Warum man bereits bewährte pflanzliche Inhaltsstoffe noch verbessern möchte, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt, jedoch werden Wirkstoffe folgender Pflanzen noch heute umfangreich in Medikamenten verwendet.

Arnika wird auch heute noch als pflanzliches von der Pharma- und Kosmetikindustrie verwendet. Beispielsweise in den Präparaten Arthrosenex N Arnika Creme oder und der Arnika Salbe von Weleda. Die wundheilende Wirkung der Heilpflanze Arnika ist hierbei nach wie vor sehr bewährt.

Augentrost wird insbesondere bei Augenleiden eingesetzt und beispielsweise im Präparat Herba-Vision bis heute eingesetzt.

Bärentraube ist je nach verwendetem Pflanzenteil, ein Präparat für Harnwegsinfekte welches in fertig aufbereiteter Form beispielsweise als Cystinol oder Arctuvan Anwendung findet.

Goldrute findet hauptsächlich Anwendung bei Blasen oder Harnwegsproblemen und ist hier seit vielen Jahren bewährt. Beispielsweise im Präparat Solidarogen mono

Baldrian ist auch heute noch eine sehr häufig genutzte Heilpflanze. Man sieht zwar kaum mehr Personen, selbst die Wurzel bearbeiten, jedoch sind Medikamente dazu sehr bewährt und etabliert. Beispielsweise Baldriparan

Färberhülse oder auch Indigo ist eine Pflanze, die bei korrekter Anwendung die Abwehrkräfte stärkt. Beispielsweise auch in Form des Medikaments Esberitox.

Lavendel wird heute hauptsächlich bei psychischen Problemen wie Unruhe, Angstzustände oder Einschlafproblemen genutzt. Etabliert ist hier das Präparat Lasea.

Hopfen gilt as beruhigend und wird häufig in Kombination mit Baldrian verwendet. Beispielsweise im bewährten Baldriparan

Pfefferminz findet man beispielsweise im Präparat Gaviscon Advance Pfefferminz und es wird auch heute noch beispielsweise bei Reizdarm Beschwerden eingesetzt.

Wer sich gern eher selbst seine pflanzliche Arznei aus der Natur herstellt, sollte bei der Anwendung von Heilkräutern stets fachkundiges Personal hinzuziehen, da Überdosen teilweise heftige Konsequenzen haben können.